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Tutorial: Fugenloses Bad ohne Fliesen wie gestalten?

Ein fugenloses Bad ohne Fliesen ist der absolute Trend um das Badezimmer warm und wohnlich zu gestalten. Meistens ist bei teilgefliesten Bädern zumindest über dem Waschbecken, der Badewanne und in der Dusche gefliest. Es muss heute nicht mehr im Badezimmer bis unter die Decke mit Wandfliesen gearbeitet werden. Ein fugenloses Bad ohne Fliesen lässt sich bei der Neugestaltung oder Sanierung des Feuchtraums mit keinem größeren Aufwand realisieren, als bei der Installation von Badfliesen. Ob sie nur bestimmte Teile oder das ganze Bad ohne Fliesen planen und designen möchten ist Geschmackssache und richtet sich nach Ihrem zur Verfügung stehenden Budget.

Oft stellt sich jedoch die Frage: Ist ein z.B. verputztes Bad genauso widerstandsfähig gegen Wasser wie ein gefliestes Bad? Desöfteren geben geflieste und verfugte Wände auch nicht den Schutz gegen Feuchtigkeit und daraus resultierendem Schimmel, wie gewünscht.

Inhaltsverzeichnis

Welche Alternativen gibt es für die Wandgestaltung bei einem Bad ohne Fliesen? Was gibt es bei der Anwendung und Verarbeitung der unterschiedlichen Materialien zu beachten? Welche Vorteile und Nachteile gibt es beim fugenlosen Bad? Wie lassen sich die Wände fliesenlos reinigen?

Alternative 1: Bad verputzen

Beim Bad verputzen gibt es mehrere Möglichkeiten und Arten an Putz. Großer Vorteil der verputzten Wände und dem fugenfreien Aussehen ist, das das Badezimmer optisch größer und behaglich wirkt. Die Badezimmerwände lassen sich in der Farbauswahl völlig frei gestalten, tolle Effekte sind mit Farbe und dem Putz zu erzielen. Das Verputzen lässt eine warme angenehme Oberfläche entstehen, die völlig glatt oder in der natürlichen Putzstruktur aufgetragen werden kann.

Generell unterscheiden sich die Putze in mineralischer Putz und Kunstharzputz.

Badezimmer verputzen

  1. Mineralischer Putz

Ein mineralischer Putz hat als Bindemittel einen mineralischen Stoff, meist Kalk oder Zement. Mineralische Putze zeichnen sich besonders damit aus, das sie Feuchtigkeit aufnehmen und auch wieder abgeben können. Man spricht bei den mineralischen Putzen deswegen auch von diffusionsoffenen Putzen. Ihre natürliche, alkalische Zusammensetzung schützt sie gegen Schimmel und Pilzbefall. Ein Nachteil des Mineralputzes ist, das er zu Rissbildung neigt.

Kalkputz kann Wasser gut aufnehmen und auch wieder abgeben und bietet einen hervorragenden Schutz vor Schimmel, da die Pilze keinen Nährboden auf der sauberen Oberfläche des Kalkputzes finden. Ein besonderer Kalkputz ist Tadelakt, die zugleich eine Kalkputztechnik die aus Marokko stammt. Der aus Muschelkalk bestehende Putz wird in mehreren Schichten aufgetragen, geschliffen, poliert und mit Olivenölseife behandelt. Eine wasserfeste und seifenresistente Oberfläche in marmorierter Optik entsteht.

Zu den Kalkputztechniken gehören auch Stucco Veneziano und Marmorino. Der Kalkputz lässt sich auch mit unterschiedlichsten Effekten, wie einer Beton-Optik aufbringen. Zementputz ist enorm resistent gegen das Eindringen von Wasser und eignet sich sogar als Duschwand. Der Zementputz ist allerdings durch seine Härte nicht so flexibel und kann Risse ausbilden. Es empfiehlt sich, den Zementputz zu glätten oder zu beschichten, damit Sie sich beim Duschen nicht an seiner rauen Struktur verletzen. Sogar Gipsputz ist im Badezimmer anzuwenden. Kommt er nur gelegentlich mit Feuchtigkeit in Kontakt und kann danach wieder abtrocknen, stellt Feuchte kein Problem für ihn dar. Er darf jedoch nicht permanent nass werden, da er sonst bröckelt und an Stabilität verliert.

Fazit:
Bei einer Badsanierung kann auf geeignetem, atmungsaktivem Untergrund mit Kalkputz, Zementputz oder Gipsputz verputzt werden. Auch Lehmputz ist möglich. Beim Verputzen der Badezimmerwände werden die Mineralputze jedoch nicht in reiner Form verarbeitet, sondern als Trockenmischung wie Kalk-Zement-Putz, Gips-Kalk-Putz, Gips-Zement-Putz oder Haftputzgips verwendet. Das Badezimmer wird häufig als Feuchtraum bezeichnet, was er laut Definition gar nicht ist. Streng genommen sind Bäder im Privathaushalt Räume mit üblicher Luftfeuchte und somit mit den gängigen Mineralputzen verputzbar. Als Feuchträume sind Räume wie Großküchen, öffentliche Schwimmbäder, Duschräume und Saunas zu bezeichnen.

Das normal frequentierte Bad kann also durchaus mit einem mineralischen Putz verputzt werden. Zu überlegen ist, ob man an den Stellen, wo Spritzwasser auftritt zusätzlich fliest oder den Putz speziell weiterbehandelt mit z.B. einem wasserfesten Anstrich, einer Imprägnierung oder Wachs. Ausgefallene Spachteltechniken und Farbpigmente hauchen dem Bad Leben ein. Alternative für ein fugenloses Bad ist, Kunstharz z.B. im Duschbereich anzubringen. Kunstharz ist extrem wasserundurchlässig.

  1. Kunstharzputz

Der Kunstharzputz hat, wie sein Name verrät, Kunstharz als Bindemittel. Großer Vorteil des Kunstharzputzes ist seine wasserabweisende Eigenschaft, auch Wasserdampf kann ihm nur wenig anhaben. Weiterer Pluspunkt ist seine Elastizität und Flexibilität, was Rissbildung vermindert. Kunstharz ist ein oragnisches Bindemittel, das aus Kohlenstoffverbindungen besteht. Der Kunstharzputz wird auch als Dispersionsputz bezeichnet. Zu 80% besteht der Kunstharzputz aus mineralischen Inhaltsstoffen, die restlichen 20% setzen sich aus Bindemitteln und Lösemitteln zusammen. Sein größter Vorteil, seine Undurchlässigkeit, kann aber auch zum Nachteil werden. Wo Feuchtigkeit und Nässe nicht eindringen kann, kann sie auch nicht austreten.

Die Wände werden hermetisch abgeriegelt und Feuchtigkeit kann nicht mehr nach außen transportiert werden. Die Atmungsaktivität, gerade bei älteren Häusern, wird stark beeinflusst und kann zur Schimmelbildung führen. Der Dispersionsputz wird gebrauchsfertig geliefert und kann in unterschiedlichsten Farbtönen bestellt werden. Der Kunstharzputz kann sogar auf alten Fliesenwänden aufgetragen werden. Bei Fliesen und Fugen, die lose sind oder Schimmel aufweisen, kann jedoch nicht einfach darüber geputzt werden, da man sonst eventuell Feuchtigkeit einschließt und die Ursachen nicht beseitigt, sondern die Auswirkungen verschlimmert werden. Außerdem verkleinern Sie das Badezimmer natürlich, wenn Sie darauf verzichten, die alten Fliesen vorm Verputzen zu entfernen. Doch der Aufwand lohnt sich: Mehr Platz und ein sauberer, auf den Untergrund abgestimmter, Putz rentiert den Mehraufwand.

Unser Tipp:
Generell raten wir Ihnen persönlich zu einem mineralischen Putz, wenn Sie das gesamte Badezimmer verputzen möchten. Er ist atmungsaktiv und der Belastung im Bad, der ja kein Feuchtraum ist, wie wir jetzt wissen, absolut gewachsen. Fragen Sie im Fachhandel speziell nach Putzen für das Badezimmer und erkundigen sich nach einer geeigneten Weiterbehandlung wie Imprägnierung, Anstrich oder Wachs. Versuchen Sie den Untergrund bestmöglich zu beschreiben oder nehmen Sie eine Probe mit um die optimale Vorbehandlung und den für Ihr Bad geeigneten Putz zu finden. Auch die Herstellerangaben auf dem Produkt geben Aufschluss über Vorbehandlung und Finish beim Verputzen.

Mineralische Putze mit einem Anteil an Kunstharz vereinen von beiden Putzen das Beste. Gerade für den Duschbereich ist kunstharzhaltiger Putz eine wasserdichte Alternative zu großformatigen Fliesen und Platten im fugenlosen Bad. Mit Kunstharz lassen sich ausgezeichnet Bereiche wie die Dusche oder der Boden fugenlos, wasserdicht und einfach zu reinigen gestalten. Die Verarbeitung ist aufwendig und sollte besser von einem Fachbetrieb ausgeführt werden.

Fragen Sie Ihren Malermeister oder Stuckateur, wenn Sie die Verputzarbeiten nicht selbst ausführen möchten oder können. Der Fachmann hilft Ihnen gerne weiter bei der Gestaltung und der fachkompetenten Ausführung Ihres fugenlosen Bades ohne Fliesen.

Alternative 2: Tapete fürs Bad

Tapete fürs Bad gibt es in modernem Muster, im ausgefallenen Dekor oder in knallig bunten Farben. Mit spezieller Tapete fürs Bad setzen Sie Akzente und sorgen für beeindruckende Effekte. Wenn Ihr Badezimmer nicht einem Dampfbad gleicht, kommt die Feuchtraumtapete mit den regelmäßigen Anforderungen gut zurecht. Die für das Badezimmer entwickelte Tapete ist wasserresistent und unempfindlich gegen Feuchtigkeit. Tapeten fürs Bad sind eine günstige Alternative für die Wandgestaltung im Bad ohne Fliesen, für den Duschbereich sind sie jedoch nicht geeignet.

Baezimmer Tapete

Welche Tapete ist fürs Badezimmer geeignet?

Um im Badezimmer mit Tapete zu tapezieren, eignen sich Vliestapeten, Vinyltapeten und Glasfasertapeten. Die Tapeten fürs Bad sind wassergeschützt und teils sogar abwaschbar. Dennoch empfiehlt es sich, die Tapete nicht im Spritzbereich anzubringen. Die Badtapete ist zwar spritzwassergeschützt, reagiert jedoch empfindlich auf z.B. Zahnpasta. In diesem Bereich sollte evtl. zusätzlich gefliest werden. Das Tapezieren im Badezimmer sollte in einem Tagesbad geschehen und das Bad gut belüftbar sein. Um lange Freude an den Badezimmertapeten zu haben, sollte die Überlegung mit einbezogen werden, wieviele Personen täglich duschen, damit die Tapete im Bad gut abtrocknen kann.

  1. Vliestapete

Die aus Zellulose und Textilfasern bestehende Vliestapete gibt es in den modernsten Designs und gilt als besonders strapazierfähig und formstabil. Einfach anzubringen, wird die Vliestapete direkt in das Kleisterbett an der Wand angebracht und ist ebenso leicht wieder zu entfernen. Durch ihre dicke Struktur und Prägung lässt die Vliestapete Unebenheiten im Untergrund verschwinden und deckt sie perfekt ab.

  1. Vinyltapete

Großer Vorteil der Vinyltapete ist, das sie abwaschbar ist. Starke Beanspruchung kann ihr nur schwer etwas anhaben und so ist die Vinyltapete nicht nur optimal fürs Badezimmer geeignet, sondern kann auch in anderen Räumen mit hoher Luftfeuchte und Anspruch an Strapazierfähigkeit wie in der Küche und dem Kinderzimmer verarbeitet werden. Durch die Vielzahl an Designs und Ihre Beschaffenheit kann die Vinyltapete zu einer ausgefallenen Wandgestaltung im Bad beitragen.

  1. Glasfasertapete

Glasfasertapete ist extrem strapazierfähig und mechanisch belastbar. Doppelt so zugfest wie die Vinyltapete und 7 mal so belastbar wie Rauhfasertapete ist die Glasfasertapete die stabilste Tapete der Welt. Der aus Glasfasern hergestellte Wandschmuck überdeckt Risse im Putz hervorragend, ist formstabil bei Nässe und langlebig. In der Regel wird die Glasfasertapete zweifach mit einer meist seidenglänzenden Latexfarbe gestrichen und ist dann abwaschbar.

Unser Tipp: Tapeten im Bad lassen sich auch nur in bestimmten Bereichen oder punktuell als Blickfang installieren. Im Spritzwasserbereich eignen Sie sich jedoch nur bedingt, hier empfehlen wir zu fliesen oder die Glasfasertapete mit abwaschbarem Latexanstrich zu wählen.

Alternative 3: Glasplatten, Dekorplatten & Co.

Besonders für den Duschbereich bieten sich großformatige Platten an, um ein fugenloses Bad ohne Fliesen herzustellen, die absolute Wasserdichtheit garantieren. Das Verarbeiten von Kunstharz, Tadelakt, geschliffenem Estrich und zementgebundenem Feinputz, dem Beton Ciré sind ausgesprochen schöne aber auch leider extrem teure Verfahren, um die Wasserdichte in der Dusche zu realisieren. Außerdem Verzeihen diese Anwendungen keine Fehler in der Ausführung und Verarbeitung. Kostengünstigere Lösungen, die man mit etwas handwerklichem Geschick tatsächlich selbst durchführen kann, sind die Installation von Glasplatten, Dekorplatten, großformatige Platten aus Feinsteinzeug oder doch die Verwendung von XXL Fliesen aus z.B. Feinsteinkalk, um dem Traum vom fugenlosen Bad näher zu kommen.

Glasplatten, Dekorplatten & Co.

  1. Glasplatte als Glaswand in der Dusche

Glaswände aus Glasplatten für Ihre Dusche können Sie im Internet einfach Online kaufen - auf Maß. Zur Verfügung steht Klarglas, satiniertes Glas bzw. Milchglas, farbiges Glas oder Glasplatten mit den verschiedensten Strukturen. Sogar ein individueller Druck mit Muster oder Ihrem Fotomotiv sind möglich. Die Glaswände für die Dusche lassen sich bodeneben oder auf der Duschtasse ausführen. Die Montage ist einfach und selbst durchzuführen, das Material dafür kann gleich mit bestellt werden.

  1. Dekorplatte als Duschrückwand

Noch einfacher und günstiger können Sie Ihr fugenloses Bad mit Dekorplatten gestalten. Die aus Aluminium oder Acryl bestehenden, großformatigen Platten, die nach Maß bestellt werden können, werden direkt auf die Wand geklebt. Die Montage der Duschwände geht schnell und ist leicht umzusetzen. Eine unendlich großes Sortiment an Dekoren, Mustern und Motiven steht zur Auswahl, bis hin zum Fotodruck des eigenen Motivs. Großer Vorteil der Duschrückwände: Sie sind einfach zu reinigen, glatt in der Oberfläche, fugenfrei und können sogar auf alten Fliesen problemlos verklebt werden.

  1. Feinsteinzeug als fugenfreie Duschwand

Auch Feinsteinzeug lässt sich in der Dusche als Wand verarbeiten und millimetergenau anpassen. Die Platten lassen sich auf Maß bestellen oder man verlegt die großformatigen Platten direkt auf Stoß um eine fugenlose Optik zu gewinnen. Versiegelt wird mit Silikon. Die Wandverkleidungen aus Keramikplatten für die fugenfreie Dusche begeistern mit ausgezeichneten hygienischen Eigenschaften, Pflegeleichtigkeit, Langlebigkeit, Widerstandsfähigkeit und natürlich Wasserdichte. Die Montage ist extrem einfach und lässt sich auch auf bestehenden Fliesen ausführen.

  1. XXL Fliese aus Naturstein oder Feinstein?

Sie möchten ein fugenloses Bad ohne Fliesen. Mit XXL Fliesen lässt sich ein fugenfreies Badezimmer ebenso gestalten. Viele Anbieter von Fliesen bieten heute auch schon Duschrückwände an, die auch auf Maß gefertigt werden. In Optik und Farben sind die Duschwände enorm vielseitig wählbar und an den Wünschen und den Bedürfnissen des Kunden nach einem fugenlosen Bad in modernem Design orientiert. Geben Sie der Fliese noch einmal eine Chance?

Fugenloses Bad ohne Fliesen gestalten - Das Fazit

Ein fugenloses Bad ohne Fliesen lässt sich mit einem atmungsaktiven mineralischen Putz genauso umsetzen wie mit einem Kunstharzputz, der extrem wasserdicht ist, aber auch Feuchtigkeit einschließen und abriegeln kann. Lassen Sie sich unbedingt zu den Eigenschaften des jeweiligen Putzes beraten.

  • Als mineralischer Putz für den Duschbereich kann ein Kalk-Zement-Putz, der eine geeignete Endbehandlung benötigt, oder das aufwändig zu verarbeitende Tadelakt eingesetzt werden. -
  • Kunstharz ist intensiv in der Verarbeitung und bei den Kosten, kann aber mit beeindruckenden Effekten und einer traumhaft schönen Optik begeistern.
  • Für die punktuelle Gestaltung ohne Fliesen können Tapeten für das Bad eine günstige Alternative darstellen. Für den Spritzwasserbereich sind sie jedoch nur bedingt geeignet.
  • Glasplatten und Dekorplatten sind eine vielseitige und kostengünstige Möglichkeit, die Duschwände wasserdicht und fugenfrei zu verkleiden. Sie können auf Maß gefertigt und selbst montiert werden.
  • Feinsteinzeug und Naturstein in XXL-Format und großformatige Fliesen bieten eine günstige und zugleich attraktive Option, die Dusche auszukleiden und wasserdicht zu machen. Maßangefertigt können Sie Ihr fugenloses Bad auch mit übergroßen Fliesen verwirklichen und eigenhändig installieren.
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